Ami loves Gurumi

The crazy universe behind the horizon

Always expect the unexpected

- 7. Mai 2014

My girlfriend Nic helps me with my English texts. She really finds every mistake I make and so many times she also writes beautiful sentences. (Thank you, Nic!) A few weeks ago I asked her if she would be interested in writing a story for me. Her answer: I’d rather not,
that’s not for me. I did not say anything, but then I received a mail from her :
“Always expect the unexpected”
“Well, here is the story I said I wouldn’t write. Hope you can crochet something for it”, Nic.

Meine Freundin Nic hilft mir bei meinen englischen Texten. Sie findet wirklich jeden Fehler den ich mache und so manches Mal schreibt sie auch wunderschöne Sätze, die ich dann gerne von ihr übernehme. (Danke, Nic!) Vor ein paar Wochen fragte ich sie, ob sie denn nicht Lust hätte, eine Geschichte für mich zu schreiben. Ihre Antwort: Lieber nicht, das ist nichts für mich. Ich lies es dabei beruhen, aber dann erreichte mich doch eine Mail von ihr:
“Erwarte immer das Unerwartete”
Nun, hier ist die Geschichte, von der ich sagte ich würde sie nicht schreiben. Ich hoffe, du kannst etwas dazu häkeln“, Nic.

Nic’s story:
055One brilliant spring morning, it must have been a couple of years back, I was out riding in the warm sunshine along one of my favourite tracks through the woods. I was trying to spot orchids coming up through the carpet of green and yellow at my horse’s feet. All of a sudden I heard a slight rustle off among the trees. At first I thought it was a deer but as I peered between the gnarled trunks I could just make out dark shape and a pair of piercing eyes trained on me. It was not the furtive, shy gaze of a deer, nor was the cunning one of a fox, there was such knowing in that look that no ordinary animal intelligence could have been watching me. I felt a slight shiver down my spine as I watched the shape dissolve into the background and fade from sight. My horse didn’t seem to be too bothered by the presence so I took that to be a reassuring sign. I turned off into a field for a pleasant canter and forgot about my strange observer.

089Nic’s Geschichte:
An einem wunderschönen Frühlingsmorgen vor ein paar Jahren ritt ich auf einer meiner Lieblingsstrecken durch den Wald. Die ersten Orchideen streckten neugierig ihre Blüten heraus und es duftete harzig von all dem Wachstum um mich herum.
Plötzlich hörte ich ein leichtes Rascheln hinter den Bäumen. Zuerst dachte ich, es wäre ein Reh, aber als ich zwischen den knorrigen Stämmen hindurch spähte, konnte ich eine dunkle Gestalt wahrnehmen, die mich zu beobachten schien. Den Blick, den ich von dieser Erscheinung wahrnahm, war nicht der heimliche, schüchterne Blick von einem Hirsch, noch waren es die listigen und flinken Augen eines Fuchses. Diese Augen versprühten Intelligenz, die von keinem Tier stammen konnte. Mir lief ein leichter Schauer den Rücken hinunter. Doch dann löste sich die Gestalt auf und verschwand. Mein Pferd blieb völlig ruhig und daraus folgerte ich, dass ich mich in meinem Beobachtungen getäuscht haben musste. Ich galoppierte aus dem Wald hinaus über ein Feld und vergaß bald jene seltsame Begegnung.

073On the way home we passed through a copse that borders onto my field and there I felt that tingling in the back of my neck and knew myself to be once again observed. I peered into the gloom and there was no mistaking the shape that materialised before me, it was a four-footed beast but with a human torso – a centaur.
My pulse raced and my eyes stood out on stalks, this couldn’t be real. I thought I must be dreaming but no; there he was pushing aside the branches of the scrub oak and he came towards me. My horse made a gentle whicker as if to a friend and I realized that the centaur was no stranger to him. I swallowed hard and then cleared my throat. I felt that I should take the initiative and speak but not being sure of the protocol for addressing mythical beasts I found myself at a loss. He seemed to sense my disquiet and smiled as he said, “Good day to you, and a fine day it is too.”
I noted that he seemed to be familiar with my horse and I thought it would be wise for us to introduce ourselves. I told him my name and he replied, “I am Chiron but I am already well acquainted with you, you come daily to your horses and I often watch you.”

114Auf dem Heimweg durch ein Wäldchen fühlte ich es wieder. Mein Nacken kribbelte und ich wusste sofort, dass ich abermals beobachtet wurde. Ich spähte in die Dämmerung und erkannte, was sich vor mir befand. Es war ein vierbeiniges Tier mit einem menschlichen Torso – ein Zentaur. Mein Puls raste. Dies konnte nicht real sein. Ich dachte zuerst, dass ich träumte, aber nein, er schob die Eichenzweige zur Seite und kam auf mich zu. Mein Pferd wieherte sanft, wie zu einem Freund und ich verstand, dass der Zentaur kein Fremder war. Ich schluckte einmal und dann räusperte ich mich. Ich fühlte, dass ich die Initiative ergreifen musste. Ich war mir aber nicht sicher, ob dies den Gepflogenheiten von mythischen Tieren entsprach und sagte deshalb gar nichts. Er schien meine Unruhe zu bemerken und lächelte, als er sagte: “Ich wünsche dir einen schönen Tag, und es ist ein herrlicher Tag.”
Er schien mit meinem Pferd vertraut und ich dachte es wäre klug, wenn wir uns vorstellen würden. Ich sagte ihm meinen Namen und er antwortete: “Ich bin Chiron. Ich kenne dich, denn ich besuche täglich deine Pferde und habe dich dort schon oft gesehen.”

094I was somewhat surprised and said, “You are very far from your usual haunts here in the north, what brings you so far from your mountain retreat on Pelion?”
“Well,” he said, “I am here in search of tonic herbs that I have read of in ancient law that grow nowhere else. Maybe you have seen them on your rambles hereabouts?”
My horse was starting to getting agitated at having to stand still for so long so near to home and his friends. I suggested we resume our conversation after I had turned him out into his field and Chiron agreed.

Ich war etwas überrascht und sagte: “Warum hast du dich von deinem Gebiet in den Bergen auf Pelion entfernt? Du befindest dich hier weit im Norden.”
“Nun”, sagte er, “ich bin auf der Suche nach Kräutern, die in der Gegend wachsen sollen. Vielleicht hast du einige auf deinen Wanderungen in der Gegend gesehen?”
Mein Pferd wurde unruhig, denn wir waren in der Nahe vom Stall, wo die anderen Pferde auf ihn warteten. Ich schlug Chiron vor, dass wir uns später nochmals treffen könnten, sobald ich mein Pferd in den Stall zurückgebracht hatte.

047Chiron met me at the gate and we started talking about plants. After a lengthy description from him I was ready to set out on the hunt for the elusive herb. We agreed to meet again the next morning when I came to feed and water the horses, and we met every morning like that for the next two weeks. Unfortunately we never did find the special tonic herb he wanted. But I got to see more flowers than I had ever expected to identify, as well as some of the rarest orchids – so I was very happy. Chiron said he would return the next spring to try again but I haven’t seen him since, although I have looked hard. I always keep my eyes peeled for his herbs and I hope one day I will find them. How I will get them to him, though, is another matter.

136Ich traf Chiron am Tor. Wir unterhielten uns lange über Pflanzen und Kräuter. Er beschrieb mir die Kräuter sehr genau, die er suchte und ich konnte mich auf die Suche nach dieser besonderen Pflanze machen. Die folgenden zwei Wochen trafen wir uns jeden Tag. Leider fanden wir nie dieses spezielle Kräutlein, das er so dringend haben wollte. Aber zusammen mit ihm fand ich wunderbare und einzigartige Blumen, darunter auch seltene Orchideen, so dass ich in dieser Zeit sehr glücklich war. Chiron sagte, er würde im nächsten Frühjahr zurückkehren, um seine Suche fortzusetzen. Aber ich habe ihn nicht mehr gesehen, obwohl ich ständig nach ihm Ausschau halte. Ich bin immer noch auf der Suche nach seinen Kräutern und hoffe, dass ich sie eines Tages finden werde. Ich habe keine Ahnung, wie ich ihn wieder treffen könnte, ich nehme an, dass er mich zu gegebener Zeit finden wird.

 

Pssssst! Kommt näher! Was Nic nicht weiss: Cheiron ist ab und zu bei mir zu Hause. Mailin und Skyla spielen mit ihm und sie haben viel Spaß miteinander!

Pssssst! Come closer! What Nic does not know: Cheiron visits me from time to time. Mailin and Skyla love to play with him and together they have a great time! 179

Deutsche Anleitung für Cheiron: Cheiron

English Pattern for Cheiron: Cheiron

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13 responses to “Always expect the unexpected

  1. amigurumibb sagt:

    :D Loved it! Story is so beautiful (but that I repeat and repeat to you with every post how great storyteller you are). You also have made wonderful work with Cheiron.
    Congratulations dear Karin. Really wonderful work
    Hugs
    Vanja

    • Hello Vanja, thank you so much for your comment. With this one I had really a lot of work. The first time, the body was to long and the legs to short, the second time it was the other way around :) And now I’m just glad I have finished this one. The next one will be an easy Amigurumi – hopefully ;)

  2. Wow!! Your are so very creative!! I had to share on my FB page, Sanderellas!!

  3. Klook Tatjana sagt:

    Bombastisch!!! …alle deine Häkelanleitungen (samt Storys), aber diese hier übertrifft alle :D …Vielen lieben herzlichen Dank!!! …glg Tatjana

    • Liebe Tatjana, ich habe mich richtig über deinen Kommentar gefreut. Das ist total lieb von dir. Ich freue mich sehr über jeden Kommentar und wenn dieser dann so “bombastisch” ausfällt dann ist das ein wunderbarer Start in meinen Tag. Viele liebe Grüße, Karin

  4. This is just too awesome! Wonderful story to go with an amazing design. I always tend to have too much fun whenever I visit your blog ;) Amazing work, Karin, amazing work! :)

  5. Marlis Münch sagt:

    Hallo Karin,
    deine Amigurumis sind einfach zauberhaft,
    sie machen mich froh-ebenso die Story,s dazu ,
    wirklich nicht zu übertreffen <3 !!!!!!!!!!
    DANKESCHÖN :* :* :*
    undliebe-häkelige Grüße -Marlis.

    • Vielen Dank, ich habe mich sehr über deinen Kommentar gefreut. Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Häkeln und Lesen und falls du mal eine Idee für eine Story oder ein Amigurumi hast – kannst du mir deine Idee gerne zuschicken. Alles Gute, Karin

  6. Hallo Karin
    Ein ganz ganz herzliches Dankeschön für deine Anleitung zu dem fantastischen Centaur!!!
    Die ganz besonderen Amigurumis (dazu zähle ich deinen Cheiron ) sind so selten. Es war eine Herausforderung die ich wirklich gerne in Angriff genommen habe.
    Nochmal vielen lieben Dank auch für deine anderen Anleitungen!
    Deine Seite hab ich in meine Favoriten aufgenommen.
    Ich wünsche dir (und uns :o) ), dass der Quell deiner Fantasie niemals versiegen wird!
    Herzliche Grüße von deiner neuen Anhängerin Elke

    • Hallo Elke, ich habe ständig Ideen für neue Amigurumi, aber leider nur sehr wenig Zeit zur Verfügung :) – und ich finde es wunderbar, dass ich mit meiner Seite in deinen Favoriten gelandet bin und danke dir ganz herzlich dafür! Ganz liebe Grüße, Karin

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